Popper Mode der 80er
Ein typischer Modestil der 80er Jahre war der Popper-Stil. Die Popper-Kultur war eine Jugendkultur, die sich auf Grund des gepflegten Erscheinungsbildes ihrer Anhänger von den anderen Gruppierungen, wie beispielsweise der Punk- oder Rockerszene scharf abgrenzte. In den Kreisen der Rocker- und Punkszene wurde der Begriff "Popper" in verächtlicher Weise als Synonym für einen soften und überkorrekt konformen Typen gebraucht. Die Popper neigten anders als die Mitglieder der übrigen Gruppen nicht zur Rebellion gegen das bestehende System. Doch gerade dieses an und für sich spießige Image wussten die Popper zu Provokationszwecken zu nutzen. Die in der Regel stets sauber und korrekt gekleideten Popper fühlten sich, wie der Name schon sagt, der Popmusik damaliger Zeit verbunden.

Aus dieser Zeit stammt wohl auch das heute noch vorhandene Bedürfnis nach teurer Markenbekleidung, da die Popper gegenüber den anderen Gruppierungen einen höheren gesellschaftlichen Status verkörpern wollten und sich somit von den schmuddelig gekleideten Punkern und den anarchistischen Rockern im positiven Sinne abheben wollten. Die jungen Männer der Popper-Generation trugen in der Regel creme- oder pastellfarbene Pullover, einfarbige, ordentliche Polohemden, T-Shirts oder Pullunder, sowie unter anderem Krawatten, Kaschmir-Schals und sauber geputzte Schuhe. Für einen waschechten Popper war darüberhinaus die Haar-Tolle charakteristisch. Oftmals wurden die zumeist kurzen Haare mit einem glänzenden Gel scharf nach hinten frisiert. Die jungen Popper-Frauen trugen im Rahmen der Popper Mode im Regelfall einen kurzen oder auch etwas längeren Rock, ebenfalls pastell- oder cremefarbene Blusen, lange Strickwesten und gegebenenfalls Schuhe mit hohen Absätzen. Die mehr oder weniger langen Haare waren nicht selten mit künstlichen Dauerwellen versehen.